Das Gasprom-Imperium versucht seine Herrschaft in Europa auszubauen - mit dubiosen Methoden
Erpressung kennen wir von kriminellen Strukturen seit langem. Und Gasprom scheint dieses Instrument gerne zu benutzen. Natürlich hören wir darüber kein Wort vom Genossen Gerhard Schröder.
Am 1. September 2009 trafen sich in Danzig der russische Premierminister Wladimir Putin und der bulgarische Ministerpräsident Boiko Borisow. Unter anderem ging es gemeinsame Energieprojekte wie das Atomkraftwerk Belene, in das Russland über den Energiekonzern Gasprom investieren will, wie über die bulgarische Zustimmung zur Erdgasleitung South-Stream. In den von Wikeleaks veröffentlichten Depeschen der US-Botschaft in Sofia wurde klargestellt, wie diese Gespräche tatsächlich verlaufen sind. Demnach habe Putin dem bulgarischen Ministerpräsidenten gedroht, das Bulgarien „einen kalten Winter riskiere, wenn sich Borisow mit den Projekten nicht vorwärts bewegt.“ Putin meint damit die bisher nicht gegebene Zustimmung der bulgarischen Regierung zu South-Stream und zur Beteiligung von Gasprom beim Bau des Atomkraftwerkes Belene. Und in Runänien erklärte kürzlich Igor Sidorow, der russische Wirtschaftsattaché: "Rumänien kann billiger Gas beziehen, dafür sei allerdings eine Gegenleistung nötig, die Regierung müsse Gasprom etwas anbieten." Gemeint ist der Zugriff auf die Ölvorkommen in Rumänien. Das ist klare Erpressung, zeigt damit ein wesentliches Element Organisierter Kriminalität. Auch in Deutschland versucht Gasprom, den Markt zu beherrschen - und zwar mit Unterstützung zum Beispiel von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder. Dessen Freund, der ehemalige russischer Botschafter Kotonev, bekannt als bester Verkäufer russischer Unterdrückungspolitik und Sprachrohr von Putin, war ja danach Chef von Gasprom in Deutschland. Bei ihm ging die politische, wirtschaftliche und kulturelle Elite, bzw. diejenigen die sich dafür hielten, ein und aus. Jetzt musste er zurücktreten. Aber wahrscheinlich findet er bald wieder einen neuen Job als Werbeikone für einen deutschen Konzern.
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Eine Frage, Herr Roth
Jetzt ist davon keine Rede mehr. Deshalb wollte ich fragen, was der Grund ist.
Für Ihre Antwort bereits im Voraus vielen Dank.