Geld stinkt nicht - insbesondere wenn es aus Russland kommt
Durch das System Frontex versucht die europäische Gemeinschaft Menschen aus Afrika, die nach Europa kommen um der existentiellen Not zu entkommen, abzuwehren. Tausende sind inzwischen bei der Flucht erstickt, ertrunken oder verhungert, krepierten elendig, weil sie hier nicht willkommen sind. Ganz anders sieht es natürlich aus wenn es um das große Kapital geht, aus welchen Quellen auch immer es generiert wurde.
Da gibt es keine Grenzen - im Gegenteil. Spätestens seit Matthiar Warnig einer der führenden Repräsentanten der Dresdner Bank in der Russischen Föderation war spielte die Weisheit "Geld stinkt nicht" bekanntlich eine gewisse Rolle bei der Frankfurter Zentrale der Dresdner Bank. Jetzt ist in Frankfurter Bankkreisen die Rede davon, dass auch der russische Milliardär Alisher Usmanow Kunde der Dresdner Bank sein soll.

Er bringt sicher viel Kapital in die Geschäftsbeziehungen ein. Und die Frage die sich stellt, ob der Oligarch Alisher Usmanow zur Dresdner Bank wie die Faust aufs Auge passt, erübrigt sich bei einem Blick auf seine Vergangenheit und auf seine ehemaligen Geschäftspartner. Dazu wurde mir ein aufschlussreiches Dokument zugespielt. Da ist zum Beispiel Gafur (Gafour) Rakhimov. In einer Studie der international hoch angesehenen Londoner Sicherheitsagentur "The Risk Advisory Group" wird er in Zusammenhang damit gebracht, dass er beschuldigt wird, einer der führenden kriminellen Figuren in Usbekistan zu sein. Demnach gab es zahlreiche Zeitungsmeldungen über Usmanows Verbindungen zu Rakhimov. Alisher Usmanov bestritt nicht Gafur Rakhimov zu kennen, hätte aber keine engen Beziehungen zu ihm und keine Geschäftsbeziehungen. Na ja. Die Aktivitäten von Rakhimov, so "The Risk Advisory Group", werden jedenfalls von den unterschiedlichen Sicherheitsbehörden in den USA, der Schweiz, Belgien und Frankreich beobachtet. Derzeit ist er in der Schweiz auf der Suche nach Kooperationspartnern.
Ein Geschäftspartner von Usmanow soll in den Jahren 1993-1994 auch Grigory Rabinovich sein. Damals war Usmanov Direktor der First Trade Bank in Moskau. Die Bank war bekannt dafür, dass sie unter dem Einfluss von Grigory Rabinovich stand. Seine Partner waren Gafor Rakhimov und Lev Chernoy. Grigory Rabinovich gilt bei verschiedensten westlichen Sicherheitsbehörden als ein hochrangiger Geldwäscher für russische kriminelle Organisationen. Insbesondere stand er in engem Kontakt zu dem in den USA verhafteten und verurteilten Paten der russischen kriiminellen Gruppe um Vyacheslav Ivankov, so das FBI. In diesem Zusammenhang wird vom FBI ein anderer Partner von Grigory Rabinovich, der US-Bürger Murray Wilson, als ein Verbindungsmann des Mafiaclans der Genovese-Familie genannt. Er wurde 1989 wegen Betruges zu einer Haftstrafe verurteilt.
In den neunziger Jahren war Usmanov zudem offizieller Repräsentant der Gofman Developments Ltd. Nach Angaben der Royal Canadian Mounted Police hat Roman Gofman, so behauptet "The Risk Advisory Group" zumindest, Verbindungen zur Toronto-Branch der russischen kriminellen Organisationen in Nordamerika. Und "The Risk Advisory Group" glaubt, dass in den frühen neunziger Jahren Usmanov Verbindungen zu Mitgliedern der Orekhovsvkaja und Solnzevskaja hatte, den mächtigsten kriminellen Organisationen in Russland. Und, so The Risk Advisory Group: "Die Anwesenheit von Lev Kvetnoy und Andrey Skoch (beide sollen aktive Mitglieder der Solnzesvskaja sein) als Geschäftspartner von Usmanov, bekräftigt dieses Bild." Kvetnoy beendete seine Kooperation mit Usmanov erst 2006.
Das ist also der Mann, dem nicht nur ein Londoner Fussballclub gehört oder bei Gazprom einen Anteil hält, sondern der mächtige Freunde in der Dresdner Bank zu haben scheint. Juristisch liegt ja nichts gegen ihn vor - schließlich gehört er zur Kreml-Clique.
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Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!
lagers Ausschwitz. Darüber hinaus verdiente die Hausbank der SS stark an der Ost-Expansion des Deutschen Reiches im Zweiten Weltkrieg.
Fast scheint es, als wollte der Bankvorstand nach dem Millennium krampfhaft aus diesem Image herauskommen, obwohl die mehr oder weniger bekannte Vergangenheit der Dresdner Bank ihrer Verankerung in Wirtschaft und Förderung durch die Politik keinerlei Nachteile verschaffte. Im Gegenteil! Nach Liebäugeln mit der Commerzbank und Deutsche Bank wurde die Dresdner Bank dann nun im Jahre 2001 von der Allianz übernommen. Mit einer verheerenden Folge für die Bankmitarbeiter, denn die Zahl von 51.400 in 2000 reduzierte sich bis Ende 2007 auf 26.300. Im August 2008 ging dann der Zuschlag, Verkauf an die kleinere Commerzbank und in den Medien war dann zu lesen, daß wohl bis Ende 2010 der Name Dresdner Bank wegfallen solle.
Zum Glück läßt sich die Geschichte, lassen sich Tatsachen nicht einfach schlucken, schon garnicht durch Fusionen und noch soviel Kultursponsoring der Stadt Dresden, einem Ort, wo interessanter Weise so viel seinen Ursprung hatte. Doch weder die Mehrheit des Wahlvolkes hat Kenntnis von oben Genanntem noch kann sie erahnen, was die russischen "Bären", vollbepackt mit Geldsäcken, im Schilde führen. Grund genug, weiter aufmerksam zu bleiben und mit eigenen Möglichkeiten Nachweisliches publik zu machen. WP