POSITIVE MELDUNGEN AUS DEM EU-BEITRITTSLAND BULGARIEN
In Bulgarien sind am 5. Juli Parlamentswahlen. Da haben sich die Galevi-Brüder, wie die Köpfe einer kriminellen Bande genannt werden, sich gedacht, das ist unsere Chance. Und sie haben sich als Kandidaten für die Parlamentswahlen aufstellen lassen. Aber warum sollte es in Bulgarien anders sein als Italien. Dort sitzen im Parlament mindestens 50 Prozent Abgeordnete, die auf die eine oder andere Weise vorbestraft sind und sich aufgrund der Immunität vor Strafverfolgung schützen.

Die Geschäftsleute Plamen Galev und Angel Hristov, bekannt als die Galevi-Brüder, spielen mit der Polizei seit langem Katz und Maus. 2007 führte das Treffen des ehemaligen Innenminister Petkov mit ihnen dazu, dass Petkov aus seinem hohen Amt gedrängt wurde. Dann kam es zu Anklagen gegen sie, wegen diverser krimineller Aktivitäten. Dabei wussste jeder in ihrer Heimatstadt Doupnitsa, dass sie die wahren Könige in ihrer Region sind. Aufgrund von Presseberichterstattung musste die bis dahin unwillige Polizei sie schließlich in die Mangel nehmen. Und so sassen sie im Sofioter Zentralgefängnis und warteten auf ihr Verfahren. Jetzt ist ihnen eine blendende Idee gekommen. Mit ihrer tatkräftigen Unterstützung wurde ein Kommitee gegründet, es fanden sich 20.000 Unterschriften ( 10.000 für jeden von ihnen), das Kommitee hinterlegte 30.000 Leva und schon kandidierten sie für das Parlament. Aufgrund der bulgarischen Gesetze mussten sie daher aus dem Gefängnis entlassen werden, zumindest bis zu den Parlamentswahlen, um den Wahlkampf durchzuführen. Zwar rechnet niemand mit ihrer Wahl - aber da Stimmenkauf in Bulgarien keine Ausnahme ist, dürfte es nicht einmal auszuschließen sein, dass sie ins Parlament gewählt werden.
Viel bedeutender ist, dass Valentin Zlatev, der umstrittene bulgarische Repräsentant des russiischen Unternehmens Lukoil, mit engsten Beziehungen nach Moskau, von dem wahrscheinlichen Wahlsieger bei den Parlamentswahlen, dem Oberbürgermeister von Sofio, Boyko Borisov, vorgeschlagen worden sein soll, künftiger Premierminister zu werden, so meldet die bulgarische Presse. Valentin Zlatev ist berühmt-berüchtigt dafür, dass er Kritiker mundtot machte und für eine privatisierte Stadt verantwortlich zeichnete, für Pravets. Und er ist ein besonderer Freund des bulgarischen Staatspräsidenten.
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EU-Bulgaren
in Richtung EU bewegt. Würde sich sicherlich auch gut für den Wahlkampf von Frau Merkel ausnehmen, ist sie doch eine der
eifrigsten Befürworterinnen des Beitrittes und sicherlich
mit entsprechenden finanziellen Zusagen auch nicht kleinlich,
wenn es darauf ankommt. Ein Dreigespann dieses Coleurs auf
Wahlplakaten wäre sicherlich ein überzeugendes Argument, das
selbst den letzten Zweifler noch voll überzeugen könnte, wo
die wirklichen Errungenschaften zu suchen sind. Haben die
meisten nur noch nicht gespannt, dass es hier um wirk-
lich christlich-/sozialpolitische Errungenschaften geht, zu
was benötigt man denn da noch eine Volksbefragung über den
sog. Lissaboner Vertrag. Gibt es da etwa Neider, die diesen
Herrschaften die Karriere vermiesen wollen (die sie zweifel-
los machen werden, stehen sie doch auf der richtigen Seite)
in der heutigen, modernen politisch/mafiosen Landschaft, die
schliesslich in jeder Demokratie ihren festen Platz haben
m u s s, dient sie doch letztendlich als Steigleiter für viele
sog. erfolgreiche Karrieren.