Sie flüchten aus Afrika um ihrem Elend zu entkommen. Doch auf dem Weg nach Europa werden sie durch die Festung Europa in den Tod getrieben
FORTRESS, die italienische NGO, die die Opfer der Emigration untersucht, hat in einer Presseerklärung davon gesprochen, dass seit 1988 14.921 Menschen gestorben sind. Unter ihnen sind 6469 Menschen, die auf dem Meer elend ertrunken sind.
Nach Angaben von FORTRESS STARBEN IM MITTELMEER 10925 MIGRANTEN AUF DEM WEG NACH SPANIEN. Auf dem Weg nach Sizilien starben 4183 Menschen, die über Labien, Ägypten oder Tunesien versuchten Europa zu erreichen. Nicht mitgezählt sind dabei die Vermißten und die hohe Dunkelziffer. Das heißt, dass die Anzahl der Opfer noch weitaus höher sein dürfte. Beklagt wird von FORTRESS, dass insbesondere in Lybien die Flüchtlinge unter elenden Haftbedingungen leiden, sie brutal geschlagen und gefoltert werden Drei dieser Lager, in denen die Flüchtlilnge mißhandelt werden, wurden von Italien finanziert. Doch die europäische Öffentlichkeit nimmt das alles nicht zur Kenntnis. Hier noch der Originaltext der Erklärung von FORTRESS. http://fortresseurope.blogspot.com/2006/01/festung-europa.html
6.344 Leichen sind immer noch im Mittelmeer verschollen. Im Mittelmeer, sowie im Atlantischen Ozean nach Spanien starben 10.740 Personen. 4.100 sind im Kanal von Sizilien ertrunken, zwischen Libyen, Tunesien, Malta und Italien, davon 2.983 verschollen; 138 weitere Tote zwischen Algerien und Sardinien, Italien. Weitere 4.445 Tote zwischen Marokko, Algerien, Mauritanien, Senegal und Spanien, beim Überqueren der Meeresenge von Gibraltar oder in der Nähe der Kanarischen Inseln, davon sind 2.253 verschollen. 1.315 Tote in der Ägäis zwischen der Türkei und Griechenland, davon sind 823 verschollen. 603 Tote in der Adria, zwischen Albanien, Montenegro und Italien, davon sind 220 verschollen. Im Indische Ozean, 624 Tote zwischen Comore und die französisches Insel Mayotte. Aber das Meer wird nicht nur mit normalen Schiffen überquert, sondern ebenfalls verteckt in Transport-Kargos. Dabei sind 153 Männer erstickt oder ertrunken.
Die Sahara ist eine gefährliche, unvermeidbare Passage um zum Meer zu gelangen.Migranten durchqueren sie mit Lastwagen und anderen Fahrzeugen zwischen Sudan, Chad, Niger und Mali einerseits und Libyen und Algerien andererseits. Hier sind seit 1996 mindestens 1.691 Personen gestorben. Überlebende erzählen dass jede Reise seine Opfer bringt. Und damit könnte die Anzahl von Toten immer grösser werden. Die Statistiken beinhalten ebenfalls die Opfer der Massenabschiebungen die in Tripoli, Algerien und Rabat von den Autoritäten vorgenommen werden, und die dabei die Migranten einfach in wüstenahniliche Grenzgebiete ausetzen.
In Libyen kommen ebenfalls ernsthafte Misshandlungen von Migranten vor. Es gibt keine offiziellen Zahlen, aber in 2006 hat Human Rights Watch und Afvic Tripoli wegen Verhaftungen, Schläge und Folterungen in Migranten-Zentren angeklagt . Von diesen Zentren werden 3 von Italien finanziert. Mindestens 560 Personen starben während gewaltsamen Massenausschreitungen gegen Durchwanderer im September 2000 in Zawiyah, im Nord-Westen von Libyen.
In Lastwagen mitfahrend sind bereits 357 Personen tot aufgefunden worden. 208 Migranten sind beim Überqueren von Grenzflüssen ertrunken, die Mehrheit davon in der Oder-Neisse, zwischen Polen und Deutschland, in der Evros, zwischen der Türkei und Griechenland, in der Sava zwischen Kroatien und Bosnien und in der Morava zwischen der Slovakei und Tschechien. 112 Personen sind unterwegs in den eisigen Grenzgebieten in den Bergen erfroren, dies vor allem in der Türkei und in Griechenland. An der grieschichen Grenze mit der Türkei gibt es entlang des Evros Flusses immer noch Minenfelder. Hier sind, beim Versuch nach Griechenland zu gelangen, mindestens 92 Personen gestorben.
217 Migranten sind von Grenzpolizisten erschossen worden, davon 37 in Ceuta und Melilla, spanische Enklaven in Marokko und 28 im Van Distrikt in der Osttürkei, nahe der Iranischen Grenze. Ein paar Leute sind ebenfalls von der französichen, deutschen, spanischen und schweizer Polizei erschossen worden. 41 Männer sind tot aufgefunden worden, versteckt in den Fahrgestellen von Flugzeugen.29 Leute sind in Calais gestroben, oder unter Zügen in dem Channel Tunnel, beim Versuch nach England zu reisen.Wiederum 12 sind unter anderen Zügen zu anderen Grenzen gestorben und 3 beim Versuch den Channel zu durchschwimmen.
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Fünf Minuten Gehör
Dem Kapital strebt nach Maximalprofit, dem ist es egal, wenn 13 Millionen Menschen sind im südlichen Afrika vom Hungertod bedroht sind.
Auf Druck des internationalen Währungsfonds ist Äthiopiens Nahrungsmittelproduktion von 450kg pro Kopf 1984 auf nunmehr 140kg gesunken. Noch schlimmer in Simbabwe. Die Weißen beuten das Land mehr aus als jemals in der Geschichte; die Lebenserwartung fiel von 60 Jahre (1980) auf 35 (heute).
Im Kongo verlieren jedes Jahr Hunderttausende in Folge imperialistischer Kriege ihr Leben. In Darfur werden jedes Jahre 30.000 Menschen ermordet. In Südafrika (wo die weißen Kolonialherren de facto immer noch die Macht ausüben) werden jedes Jahr 35.000 Menschen ermordet – und wir feiern das als Fußballfest.
Kein anderer Kontinent wird in den kommenden Jahrzehnten so vom Klimawandel betroffen sein wie Afrika. Dürren und Überschwemmungen werden zunehmen, der steigende Meeresspiegel die Siedlungsgebiete von Millionen Küstenbewohnern vor allem an der Westküste gefährden. Schon heute wird in vielen Ländern die Wasserversorgung immer schwieriger. Besonders gravierende Folgen wird der Klimawandel für die Landwirtschaft haben. Kürzere Vegetationsperioden werden zu geringeren Ernten führen. In Nord- und Westafrika werden wichtige Anbaufrüchte wie Mais, Hirse und Sorghum kaum noch gedeihen. Der Weizen wird in den kommenden 70 Jahren ganz aus Afrika verschwinden. Steigende Temperaturen bedrohen den Teeanbau in Kenia und die Kaffeepflanzungen in Uganda. Vermehrte Niederschläge beschleunigen schon heute die Bodenabtragung im entwaldeten Hochland von Äthiopien. – und die selbsternannten Herrenmenschen können, nein: wollen immer mehr den Klimakiller CO2 in die Luft blasen.
In Afrika sind nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über 26 Millionen Menschen mit HIV infiziert – und jedes Jahr werden es über drei Millionen mehr. Stündlich stecken sich ca. 400 Menschen in Afrika an. Zugleich sterben südlich der Sahara jährlich etwa 2,5 Millionen Erwachsene und Kinder an Aids. In den am meisten betroffenen Ländern im südlichen Afrika ist die durchschnittliche Lebenserwartung mittlerweile auf unter 40 Jahre gesunken. Aids hat allein in Afrika weit über 12 Millionen Kinder zu Waisen gemacht. Schon in wenigen Jahren wird sich diese Zahl verdoppelt haben. In manchen Ländern hat schon heute jedes sechste Kind mindestens einen Elternteil verloren.
Scheint aber hier niemand zu stören. Die profigierige Pharmaindustrie jedenfalls geht über Leichen. Hilfe für die Bedürftigen? Fehlanzeige!
In den Jahren 2007 bis 2008 ist der weltweite Preisindex für Nahrungsmittel nach Zahlen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) um 57 Prozent gestiegen. Vor allem Grundnahrungsmittel wie Mais, Weizen und Reis wurden um 180 Prozent teurer.
Um zu überleben müssen die Menschen Verfaultes oder Verkeimtes essen (Seuchengefahr!), oder am Ende gänzlich Ungeeignetes, zum Beispiel Schuhwerk, Albinos oder Baumrinde.
Die Welthungerhilfe hat ermittelt, dass im südlichen Afrika 265.000.000 Menschen hungern.
Hilfe ist möglich - wenn wir nicht nur über Solidarität reden, sondern Solidarität üben,
Wenn wir nicht nur über Wiedergutmachung reden, sondern wirklich tätige Reue zeigen für unsere Verbrechen - dann würden wir diese Menschen hier aufnehmen.
Nein, am Geld kann es nicht liegen. Für die Banker sind Milliarden übrig – warum nicht für Afrikaner?