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Was verbindet die mit Panzern beladene und von Piraten entführte MS Faina mit Hamburg?

Wer hätte gedacht, dass zwischen Piraten vor der heißen somalischen Küste, internationalen Waffenhändlern, der Russenmafia und der kühl-noblen Hansestadt Hamburg ungewöhnliche Beziehungen bestehen könnten. Und warum wurden alle entsprechenden polizeilichen Ermittlungen, um diese Beziehungen aufzudecken, bis heute massiv abgeblockt? Auszug aus dem Buch "Gangsterwirtschaft":

Geladen hatte der ukrainische Frachter, der diesmal unter der Flagge von Belize unterwegs war, dreiunddreißig sowjetische T-72 Panzer, sowie Luftabwehrraketen und Munition. Bestimmt waren die Kriegswaffen offiziell für Kenia. In Wirklichkeit sollten sie jedoch in den Süd-Sudan geliefert werden, wo bislang ein fragiler Friede herrschte und  jederzeit wieder ein blutiger neuer Bürgerkrieg auszubrechen droht.

Bis zum heutigen Tag ist umstritten, wer tatsächlich  Besitzer des Schiffes war, beziehungsweise wer es gechartert hatte. Die Rede ist von ukrainischen und israelischen Geschäftsleuten. Eine Tatsache hingegen ist, dass die MS Faina im Jahr 2007 umbenannt wurde. Davor trug sie den Namen MS Marabou, die für den Nahen und Mittleren Osten gechartert wurde. Die verantwortliche Firma hat ihren Sitz sowohl in Hamburg wie in Lettland, in Riga. Und verantwortlich zeichnet ein russischer Unternehmern namens Micha (Name geändert). Das alles geht unter anderem aus der Mannschaftsliste der MS Marabou von 22. Dezember 2004 hervor. Damals schrieben norddeutsche Ermittler bereits kritisch über eines der von Micha gecharterten Schiffe. In einem Bericht eines Landeskriminalamtes ist zu lesen, dass eine Personengruppe um Micha eigene Schiffe genutzt haben soll, um Krisengebiete mit Kriegswaffen und weiteren Embargowaren zu versorgen. Die Gesellschafter des Unternehmens seien demnach kriminelle russische Organisationen, die unter dem Deckmantel einer Schiffsmaklerei in Hamburg agierten.

Gerade Hamburg war seit Anfang der neunziger Jahren ein Schwerpunkt von Firmengründungen dubioser russischer Geschäftsleute, teilweise mit engen Beziehungen zum ehemaligen KGB, insbesondere im Reedereibusiness. Micha, so die polizeilichen Erkenntnisse über ihn, soll nach Auflösung der UdSSR seine guten Beziehungen genutzt haben. Das ermöglichte ihm Schiffe der sowjetischen Handelsmarine zu erwerben, um damit ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Er selbst war nach eigenen Angaben Seeoffizier der sowjetischen Handelsmarine gewesen. Bekannt ist, dass Offiziere und Mannschaften der Handelsmarine häufig keine privaten Personen waren, sondern Angehörige der sowjetischen Kriegsmarine, die wegen ihrer internationalen Kontakte auch an den KGB angebunden waren. Fest steht, dass Micha im Jahr 1993 samt Familie aus St. Petersburg nach Hamburg kam. Einigen engagierten Ermittlern dort fiel auf, dass er sich bei einem Nettoeinkommen von knapp 4500 Mark, ein großes Grundstück in Niedersachsen und hochwertige Fahrzeug leisten konnte, sowie eine 10 Millionen teure Yacht und Immobilienbesitz in Marbella. Für sein Grundstück bezahlte er damals 750.000 Mark, davon 250.000 Mark in bar. Mit rechten Dingen könne es da nicht zugegangen sein, mutmaßten die Kriminalisten. Im Oktober 1997 gründeten er und weitere russische Geschäftsleute eine Schiffs-offshore-Gesellschaft in Hamburg. Nach Auskunft der Internationalen Transportarbeiter Gewerkschaft (ITF) sind neun Schiffe verzeichnet, deren Eigner das Unternehmen von Micha ist, die aber von anderen Reedereien genutzt werden, wobei die Maklerfirma Reeder und zugleich Nutznießer dieser Schiffe sei. Dazu würden die Erkenntnisse des Bundesnachrichtendienstes passen, der im August 2003 folgendes schrieb: “Micha war schon 1997 speziell in Kroatien aufgefallen. „Er war dort als Hamburger Geschäftsmann bekannt, der seine Geschäftskontakte intensiv nach Kroatien, Slowenien und Italien ausdehnen wollte und galt als Vertreter der tschetschenischen Mafia in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern.“

MS Faina

Kommentar von BuFiPo am 01.03.2010 19:28
Was sagt der Hamburger Zoll zur Cargo? und mit welchen Ppaieren ist die MS Faina in Hamburg eingelaufen?
sonst noch einige Infos:
Lt. dem „Ombudsmann“ für Menschenrechte im ukrainischen Parlament Nyna Karpachyova, handelt es sich bei dem wahren Eigner der MS Faina, die unter der Flagge von Belize fährt, um den Israeli „Vadim Alperin, einen Mossad-Bruder. Andere Schiffe des Israelis werden als Casinos genutzt – zur Unterhaltung reicher arabischer Klientel. Er besitzt mehere Firmen und ist auch an einer kenianischen Fleisch Export Firma beteiligt.

MS Faina

Kommentar von Anonymer Benutzer am 22.04.2010 12:33
Das sagt doch wohl schon (fast) alles.

Vadim Alperin, alias Vadim Oltrena Alperin, alias Vadim Galperin.

Ein Schelm, wer dahinter Böses mutmaßt.

Faina in Hamburg

Kommentar von Anonymer Benutzer am 07.03.2010 19:13
Nun wüßte man doch gerne,wie genau die Hambuger Firma heißt, der die damalige Marabou gehörte. Warum nennen Sie den Namen denn nicht? Man wüßte gerne welcher Organisation die norddeutschen Ermittler zuzurechnen sind, die da auf der Fährte waren. Auch da keine Information. Und was hat die "Faina" mit all dem zu tun? Vielleicht ja gar nichts, denn damals hieß die Faina Marabou und das Schiff gehörte vielleicht ganz anderen als später und wieder ganz anderen als als heute. Viel Wind in Ihrem Artikel aber wenig Konkretes. Schade. Findet anonymus user

Faina in Hamburg

Kommentar von Anonymer Benutzer am 28.04.2010 09:06
Lieber Anonymus,

ist das eine ernsthafte Fragestellung? Oder handelt es sich um einen plumpen Versuch, die Quelle ausfindig zu machen? Ist es ein Versuch, die Darstellung durch die Fragestellung unglaubwürdig/zweifelhaft erscheinen zu lassen?

Googeln soll helfen und würde durchaus auch Ihnen weiterhelfen. Zudem sei erwähnt, dass das, was Herr Roth hier berichtet, nach meinem Wissen "nur" das Grundgerüst dessen ist, was sich dahinter verbirgt. Mit Überraschung nehme ich zur Kenntnis, dass diese Informationen ihren Weg in die Öffentlichkeit gefunden haben. Zu Recht! Da sterben unsere Soldaten in Afghanistan, die Welt hat Angst vor dem Iran und seinem Atomwaffenprogramm und die damalige Bundesregierung unter Schröder hatte nichts Besseres zu tun, als Ermittlungen, die den Sumpf unter "Micha" aufdecken könnten, zu ver-/behindern und Embargoverstöße (Prolifertion, Mikrochip-Lieferungen für Raketenlenksysteme) zu deckeln.
In welchem Arbeitsverhältnis steckt Hr. Schröder denn nun?
Das "Bakschisch-Prinzip" (Bakschisch kommt aus dem Persischen und bedeutet so viel wie Gabe oder Geschenk) hat doch voll funktioniert.
Der Fall Faina ist nichts weiter, als die Fortsetzung dieser Zusammenhänge. Jeder, der sich mit dieser Materie mal auseinander gesetzt hat, wird feststellen, dass die von Ihnen gestellten Fragen und Infragestellungen von Seiten Herrn Roths zu Recht NICHT in epischer Breite dargelegt werden können und dürfen.

Auch ein "Ermittler" in dieser Sache und aus SEHR GUTEM Grund mehr als Anonym.
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