Zuhälter die Kinder zur Prostitution gezwungen haben, sie können sich des staatlichen sächsischen Schutzes sicher sein
Das ist der zweite Teil der Ergebnisse des sächsischen Untersuchungsausschusses zum Sachsensumpf, ein kafkaeskes Gestrüpp unterschiedlicher poliitischer und persönlicher Interessen, die bis heute nicht aufgeklärt sind und wahrscheinlich nicht aufgeklärt werden dürfen. Die Bürger in Sachsen scheint das - leider - nicht besonders zu interessieren. Und die Bürger/innen in Deutschland wissen darüber nichts, weil die Medien nicht berichten oder berichten dürfen. Es geht um das unerträgliche Schicksal von Kindern im Altern von 14, 15 und 16 Jahren, u.a. von Sarah.
Aus dem Minderheitenbericht: "Die Zeugin ließ sich dahingehend ein, dass sie im Zuge dieser sich über Wochen erstreckenden Zwangsprostitution als damals 16-jährige zugleich widerholten schwersten Mi0brauchs- und Vergewaltigungshandlungen ausgesetzt war, von denen auch andere, gleich ihr im Kinderbordell "Jasmin" sowohl tatsächlich als auch tatbestandlich der sexuellen Ausbeutung unterworfene Mädchen, das im Zeitpunkt des nötigenden sexuellen Missbrauchs das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte."
Das Opfer F.: "Ich bleibe dabei, dass W mir gesafgt hat, er würde uns erschießen, wenn w ir auf die Idee kommen, abzuhauen. W saga auch- etwas später, er sei in Besitz einer scharfen Schußwaffe. Ich bin mir sicher, dass W in der Lage war, seine Drohung wahr zu machen. Er brüstete sich, er habe bereits mehrere Leute umgelegt. Ich kann nur sagen, dass ich ei diesen Äußerungen erhebliche Angst hatte."
Das Opfer A: "W sagte zu uns drei Mädels, sollten wir nochmals abhauen, dann knallt er uns ab. Ich verstand das so, als ob er uns mit einer Pistole erschießt. Seine Worte fasste ich ernsthaft auf."
Das Opfer Sarah: "Er sagte uns , wenn wir nochmals versuchen abzuhauen, dann bringt er uns in die Schweinemastanlage. Weiterhin sagate er noch, sollte ich jemals jemanden etwas erzählen, bekomme ich eine Kugel durch den Kopf."
Frage eines Abgeordneten: "Wurden Sie durch W zum Geschlechtsverkehr gezwungen?
Sarah: "Ja, er hatte mich mit einer Lederpeitsche und einen Gummiknüppel auf den Rücken und den Bauch geschlagen. Aus diesem Grunde konnte ich auch keinerlei weitere Gegenwehr entgegenhalten. Ich versuchte mich immer wegzudrehen. Doch es war ohne Erfolg."
Aus dem Minderheitenbericht: "Die Zeugenaussagen nicht nur von Sarah, sondern von drei weiteren Opfern, sprechen dafür, dass der W seine Opfer bewusst durch regelmäßige Vergewaltigungen gefügig gemacht und gehalt hat.Die Zeugin Sarah hatte bereits bei ihirer ersten polizeilichen Vernehung im April 1993 Strafantrag wegen Vergewaltigung gegen den W gestellt, ohne dass diesem Vorwurf nachgegangen worden wäre. Diese Akten lagen Polizei und Staatsanwaltschaft sowohl 2000 als auch offensichtlich 2008 vor. Es ist nicht nachvollziehbar, wieso die Ermittlungsbehörden diese Angaben unbeachtet ließen und bisher - soweit jedenfalls öffentlich bekannt - kein Verfahren gegen den W wegen fortgesetzter Vergewaltigung eingeleitet haben."
Zeugin Sarah: "Ich möchte jetzt auf einen Punkt hinweisen, der mir damals schon sehr merkwürdig vorkam. Niemand, auch nicht die Polizei, schien sich für die Leute zu interessieren, die als Kunden im Jasmin verkehrt haben. Gefragt wurde ich immer nur nach dem Zuhälter und möglichen Gehilfen."
Frage des Ausschussvorsitzenden Klaus Bartl: "Diese Art und Weise der Behandlung - das frage ich jetzt mal voraus - ist sie in der Hauptverhandlung vor dem Landgericht Leipzig zur Sprache gekommen?
Sarah: "Die Brutalität?"
Vorsitzender Bartl: "Ja.
Sarah: "Nein, soweit ich mich erinnern kann, gab es eine Frage, die mir gestellt worden ist. Das möchte ich ganz kurz ausführen. Die werde ich auch nicht vergessen. Und zwar wurde ich gefragt: "Fräulein... entspricht es der Tatsache, dass Sie von Michael Wüst geschlagen worden wollten?" Das bin ich gefragt worden vor Gericht. Daraufhin war ich schockiert und konnte erst nicht antworten. Ich wurde dann noch einmal --wiederholt ldiese Frage. Also, zwei oder drei Male lwurde diese Frage wiederholt, und ich musste diese Frage mit Ja beantworten. Das kann ich heute so erklären. Es ist so, dass, wenn man in einer solchen Situation ist, wie das damals eben in dieser Wohnung war, ich heute weiß, dass - Wenne rmich geschlagen hat, habe ich immer taub gefühlt."
Zitat aus dem Untersuchungsbericht. "W. wurde 1994 zu eiiner Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 2 Monaten verurteilt (die er natürlich nicht voll absitzen musste, Jürgen Roth). Der Vorsitzende Richter wurde später beschuldigt im Jasmin verkehrt zu haben. Der Bordellbesitzer W wurde erst 2000 von der Polizei nach den Tätern (Freiern) befragt. In diesem Zusammenhang berichtete er, dass ihm über seine Anwältin C vom Gericht ein milderes Urteil versprochen worden sei, wenn er die Nämen der Täter nicht nenne."
FRAGE DES VORS. KLAUS BARTL ÜBER DEN THERAPEUTEN VON SARAH:
Würden sie iihren Arzt aus der ärzutlichen Schweigepflicht ...
Sarah: "Ja."
Bartl: "Haben Sie im Prinzip - so habe ich mir das vorhin notiert - von den damaligen Situationen im Jasmin informiert?
Sarah. "Ja, das habe ich im gegegenüber geäußert, dass ich in diesem Kinderbordell Jasmin zum Sex gezwungen wurde und dass wir da festgehalten worden sind. Und ich habe gesagt, dass da Richter und Staatsanwälte mit drin verwickelt sind. Ich bin aber auf dieses Thema nie wieder eingegangen, weil ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Lage war, darüber zu reden. Ich wollte es auch nicht."
Auszug aus einer Vernehmung von W am 10. Juli 2000: "Es kam damals von Frau Carl (seine Anwälting, Jürgen Roth) mir gegenüber so an, dass ich mit 10 bis 12 Jahren durchaus rechnen kann. Da sind ja auch Dinger irgendwi, die sie ja auch wieder eingestellt haben, verschiedene Dinge sind ja überhaupt nicht gefragt worden... ich bleibe dabei, dass die Gesamtfreiheitsstrafe damit zusammenhängt, dass ich zu Freiern keine Angaben machte."
Johannes Lichdi, GrÜNE:" Ich halte der Zeugin den Aktenvermekrt der KPI Leipzig vor und möchte ihn zitieren:"Nach Ihrer Auffassung - also nach Auffassung der Zeugin - und vor allem nach dem was ihr persönlich durch Michael W. angetan wurde (sie zeige mehrfach mit Daumen und Zeigefinger ein Loch: "Hier, solch ein großes Büschel Haare hat mir das Schwein rausgerissen und der wollte mich in die Schweinemastanalge fahren') hat sie den Glauben an Gerechtigkeit verloren. Immer wieder ging sie davon aus, dass Wüste Beziehungen in andere Kreise haben muss."
Haben Sie das ungefähr so sinngemäß den beiden...
Zeuging Sarah. "Ja."
Johannes Lichl: Ich weise jetzt darauf hin, dass sich diese Aussage in der sogenannten Tonbandabschrift der zehnstündigen Vernehmung, die dort angeblich stattgefunden hat, nicht findet. Vielen Dank..
Frage: Zeugin, Sie haben vorhin ausgesagt, dass ihrem damaligen Rechtsbeistand seitens der ermittelnden Staatsanwaltschaft Dresden angeboren worden sei, man möge sich am Flughafen mit Ihnen treffen. Dort würden Ihnen Fotos aus den Jahren 1992/1993 vorgelegt werden, und Sie hätten dann Gelegenheit, Ihre Aussage zu korrigieren. Habe ich Sie da richtig verstanden?
Zeugin Sarah: "Ja."
Johannes Lichl: "Können Sie den Zeitpunkt eingrenze, in dem dieses Angebot gekommen ist.
Sarah: "Das war unmittelbar nach der zweiten Vernehmung.
Johannes Lichl: "Unmittelbar nach der zweiten Vernehmung?
Sarah: "Ja, nach der Vernehmung am 19.2. 2008"
Und das weitere Ergebnis siehte 1. Teil. Der 3. Teil und weitere Teile werden folgen.
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Zur Prostitution gezwungene Kinder
glücklicherweise ja noch so weiter laufen. Ich hoffe mal, dass Herr Wüst und seine Komplizen dafür irgendwann mal die gerechte Strafe bekommen. Doch was mich auch etwas stört, sind die vielen Tipp- und Rechtschreibfehler in dem Blogbeitrag. Ich hoffe mal, das bessert sich auch. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die noch kommenden Teile.