PRESSE
Rolf Schälike soll nicht mehr über die Aktivitäten bestimmter Anwälte vor den Pressegerichten berichten dürfen.
Rolf Schälike hat das große Verdienst immer wieder über die Pressekammern in Hamburg und Berlin und die dort agierenden Anwälte auf seiner Webseite zu berichten. Jetzt wird er von umstrittenen Berliner Anwälten des Cyber-Stalkings bezichtigt. Er braucht also unsere Unterstützung.
18. April - Schreiben und nicht Lesen
Meine Erfahrung ist, dass Die Zeit über die Mafia in Italien hervorragende Berichte schreibt und ebenso hervorragende Autoren hat. Aber wenn man sich mit der Mafia in Deutschland konkret beschäftigt, scheinen viele selbst seriöse Journalisten politisch blind zu werden oder wild um sich zu schlagen. Typisch dafür ist ein Artikel in der Die Zeit vom 16. April. Da schreibt Christian Denso über mein Buch "Mafialand Deutschland". Na, denke ich. Da hat ein kluger Kopf das Buch gelesen. Aber mein Eindruck ist er hat nur die ersten zwei Seiten gelesen. Denn nur darauf bezieht er sich, um dann die eigentllich politisch unwichtige Frage zu klären, warum ich mit meinen Bücher "solchen Erfolg" habe. Ich schreibe zu Beginn meines Buches über ein "Mafiadinner" in einem Nobelhotel und zitiere dabei aus der Einladung, nenne exakt die Quelle im Internet, definiere das Ganze als eine Inszenierung, ein Gaudium für Betuchte. Dann frage ich, ob die Mafia in Deutschland inzwischen eine Fiktion ist, ein Thema für besonders Events, eine Opera buffa? Danach beschreibe ich das Massaker in Duisburg, also die konkrete Praxis, und weiter den Einfluss der Ndrangheta in Deutschland. Das dialektische Verhältnis zwischen beiden Ereignissen (Mafia als Theateraufführung einerseits und die bittere Realität andererseits) hat der Autor dummerweise nicht verstanden oder er war schlicht intellektuell überfordert.
Dummheit oder in höherem Auftrag? Eine Geschichte vom sächsischen Verfassungsschutz
Werden Journalisten vom sächsischen Verfassungsschutz beobachtet? Alles hängt mit dem sogenannten Sachsensumpf zusammen und dem was die Öffentlichkeit nicht erfahren soll. "Mehr als ein Jahr hat die seit 20 Jahren in Sachsen regierende CDU dominierte Regierung verfassungswidrig die Arbeit des Untersuchungsauschusses zum Sachsensumpf aufzuhalten versucht. Selbst heftige Untersuchungsmanipulationen von instruierten Regierungskommissionen haben bisher nicht die Tatsache verschleiern können, dass es im Bereich der organisierten Kriminalität in Sachsen zu unverantwortlichen Ermittlungspannen, Verfolgungsfehlern und offensichtliche Einflussnahmen auf Ermittler und Richter kam. Eines ist auf jeden Fall inzwischen klar, das regierungsamtliche Märchen vom Märchen ist eine Fata Morgana." Das sagt der sächsische SPD-Abgeordnete Karl Nolle und zwar im Zusammenhang mit dem Verdacht, dass ich wieder (wie zuletzt im Sommer 2007) im Visier des Verfassungsschutzes stehen würde, weil ich so unverfroren sei, mich weiter mit diesem Skandal zu beschäftigen. Offen gesagt ist mir ziemlich gleichgültig, was das Landesamt für Verfassungsschutz versucht herauszufinden, weil es schlicht dumm ist. Ich verstehe ja, dass die neue Amtsleitung, nachdem die einst wirklich kundigen und engagierten Verfassungsschützer im Jahr 2007 aus dem Amt herausgemobbt wurden, gerne erfahren würde welche Quellen ich habe und so treibe. Bislang waren alle ensprechenden Versuche etwas herauszufinden ziemlich frustrierend - für die Beobachter. Und es ehrt mich, dass bei Lesungen, wie letztlich in Sachsen-Anhalt, auch jemand vom LfV dabei ist. Er kann ja einiges lernen. Trotzdem ist es ärgerlich, gerade im Hinblick auf das Grundgesetz das hier offensichtlich mit Füßen getreten wird von jenen die es schützen sollen. Daher hat der Eichborn-Verlag auch die folgende Presseerklärung herausgegeben, wobei die Stellungnahmen von Karl Nolle und Klaus Bartl noch viel wichtiger sind als die vermuteten Aktivitäten der Amtsleitung des sächsischen Verfassungsschutzes bzw. ihrer Auftraggeber:
Endlich eine zwar kritische aber sachkundige Buchbesprechung
Aureliana Sorrento hat in der Zeitschrift "Das Parlament" mein Buch "Mafialand Deutschland" besprochen. Auch wenn ich ihre Kritik nicht teile, ist es auf jeden Fall eine wichtige Auseinandersetzung darüber, ob und inwieweit ich die Mafia in Italien mit der in Deutschland vergleichen darf. Da hätte ich weit übertrieben, meint Aureliana Sorrento. "Blühende Landschaften des Verbrechens Jürgen Roths faktenreiches Buch über die Mafia in Deutschland schießt übers Ziel hinaus Jürgen Roth ist ein investigativer Journalist. Mehr noch: Er ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten investigativen Journalisten Deutschlands. Sozusagen eine Koryphäe des Genres. Gerade deswegen kommt man beim Lesen seines Buches "Mafialand Deutschland" nicht umhin, sich zu fragen, was denn nun in den Autor gefahren ist. "Mafialand Deutschland" liest sich ungefähr so, als hätte ein Recherche-Professor an einer Journalistenschule das Informationsmaterial aus lebenslangen Forschungen zum Themenkomplex Mafia in ein Konvolut gepackt und dieses den Studenten auf den Tisch geknallt. Mit dem Aufforderung: "Da habt ihr das ganze Info-Material. Mal sehen, was ihr daraus macht!" Alles weitere findet sich auf dem angefügten Link.
.

