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Bulgarien

— abgelegt unter:

Lukoil, Bulgaria and a climate of fear in Pravets

Das ist der Brief von Svetla Vasileva aus Pravets in Bulgarien. Er zeigt die massiven Probleme die nicht nur Journalisten, sondern auch couragierte Bürger in Bulgarien haben, wenn sie sich mit den korrupten und mafiosen Machtstrukturen beschäftigen. Sie braucht unsere Unterstützung. Ihre Kontaktadressen sind am Ende des Briefs zu finden.

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OFFENER BRIEF AN DEN BULGARISCHEN MINISTERPRÄSIDENTEN BOYKO BORISOV

In der bulgarischen Hafenstadt wehren sich Bürgerinnen und Bürger, unter anderem Mitglieder der Partei "Die Grünen" gegen Willkür einer der mächtigsten Kapitalgruppen Bulgariens, die TIM-Gruppe. Ich erinnere mich an die Aussage eines jetzt in der Schweiz lebenden Unternehmerns, dem man im Hauptquartier der TIM-Gruppe, in Sofia, im wahrsten Sinn des Wortes die Pistole an den Kopf gesetzt hatte, damit er sein Unternehmen an die TIM-Gruppe verkauft. Er hat jetzt noch Angst um sein Leben. Das haben auch couragierte Bürger in Varna, die sich gegen den Verkauf eines Küstengebiets in Varna an die TIM-Gruppe wehren. Deshalb der offene Brief an den bulgarischen Ministerpräsidenten.

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Vor knapp 14 Tagen hielt ich mich in Sofia auf. Grund war die Vorstellung des Buches "Gangsterwirtschaft".

Das Buch enthält ein Kapitel über Bulgarien und zwar über die geheimnisvolle TIM-Gruppe und die mutmaßlichen Verbindungen zur organisierten Kriminalität, also dem bulgarischen System. Doch im Mittelpunkt für die Medien in Bulgarien stand meine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Ex-Innenminister Rumen Petkov. Was ich in Sofia erlebte, ich wurde immerhin von Beamten des Innenministeriums sehr gut geschützt, war in vielerlei Beziehung grotesk. Und nachdem ich Bulgarien nach drei Tagen verlassen hatte kam es zu heftigen politischen Auseinandersetzungen, und ich spielte dabei irgendeine Rolle die mir vollkommen fremd war. Doch der Reihe nach.

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POSITIVE MELDUNGEN AUS DEM EU-BEITRITTSLAND BULGARIEN

In Bulgarien sind am 5. Juli Parlamentswahlen. Da haben sich die Galevi-Brüder, wie die Köpfe einer kriminellen Bande genannt werden, sich gedacht, das ist unsere Chance. Und sie haben sich als Kandidaten für die Parlamentswahlen aufstellen lassen. Aber warum sollte es in Bulgarien anders sein als Italien. Dort sitzen im Parlament mindestens 50 Prozent Abgeordnete, die auf die eine oder andere Weise vorbestraft sind und sich aufgrund der Immunität vor Strafverfolgung schützen.

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Bulgarien - Organisierte Kriminalität und ein EU Beitrittsland

Bulgarien - Organisierte Kriminalität und ein EU Beitrittsland

Der bekannte bulgarische Journalist Dimitir Kenarov veröffentlichte in der neuesten Ausgabe des amerikanischen Magazins „The Nation“ vom 29. April 2009 einen grandiosen Artikel über die Hintergründe der Ermordung des bulgarischen Buchautors Georgi Stoev. Ich hatte Georgi Stoev im Winter 2007 in Sofia in einer Kneipe getroffen, und er hat mir viel über die Situation in Bulgarien berichtet, über die Mafia, die Korruption und die Verstrickung höchster politischer Entscheidungsträger in kriminelle Machenschaften. Denn er gehörte in den neunziger Jahre selbst zu den "Kraftsportlern", wusste also viel. Zum Abschluss unseres Gesprächs gab er mir zwei seiner Bücher mit. Am 7.April 2008 wurde er mitten in Sofia von einem Killerkommando erschossen. Wenige Monate später ist in Bulgarien mein Buch „Die neuen Dämonen“ erschienen. Es war bisher nur in bulgarischer Sprache erhältlich. Da mich in der Vergangenheit viele fragten, ob es keine deutsche Fassung gibt, will ich hier das Buch veröffentlichen. Es löste in Bulgarien eine heftige und teilweise wütende Diskussion aus. Der bekannte bulgarische Publizist Milen Radev schrieb in einem Beitrag für das Internetportal Mediapool: „Ihr Beitrag besteht darin, dass Sike in schriftlicher Form wiedergegeben haben was der Bulgare hinter vorgehaltener Hand redet, was halblaut erzählt wird und was die Menschen vermeiden es am Telefon auszusprechen. Die Wahrheit über die postkommunistische Realität, die Jedem in diesem Land bewusst ist. Sie ist nun zwischen zwei Buchdeckeln gefangen und kann schwer vernichtet werden.“

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Der bulgarische Ex-Innenminister Rumen Petkov klagt mich wegen eines Verbrechens an - eine Lachnummer

Der bulgarische Ex-Innenminister Rumen Petkov klagt mich wegen eines Verbrechens an - eine Lachnummer

Rumen Petkov, der wegen diverser Machenschaften im Frühjahr 2008 als bulgarischer Innenminister zurücktreten musste, fühlt sich beleidigt. Und er will seinen guten Ruf wiederherstellen. Doch was ist das für ein tadelloser Ruf? Dazu wusste schon Boyko Borisow, der jetzige bulgarische Ministerpräsident etwas zu sagen, als er noch Oberbürgermeister von Sofia war.

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Rumen Petkov, bulgarischer Ex-Innenminister, mit verdächtigen Beziehungen zur Organisierten Kriminalität, klagte durch zwei Instanzen gegen mich wegen Verleumdung - und hat wieder verloren

Rumen Petkov ist ein gewiefter Politiker. Der einstige Innenminister der bulgarischen Sozialisten, klagte mich in Sofia wegen übler Nachrede und Beleidigung an und forderte Schadenersatz. Ich hatte ihn, aufgrund von zuverlässigen Quellen, in Verbindung zu bekannten Mafiosi und dem Amphetamin-Schmuggel gebracht. In verkürzter Form ist hier das Urteil des Stadtgerichts Sofia erstmals zu lesen. Gegen dieses Urteil ist Petkov in die Berufung gegangen - und hat erneut verloren.

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INSBESONDERE DER FUSSBALL IST DAS SPIEGELBILD DER GESELLSCHAFT, AUCH IN BULGARIEN

Die hiesigen Sportjournalisten interessiert einen Dreck wie tief fas organisierte Verbrechen in den Sport, insbesondere Fussball inzwischen eingedrungen ist. Sie interessiert nur der rollende Ball. Dabei wäre es so wichtig Aufklärung zu leisten.

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Kurz vor ihrem Staatsbesuch in Bulgarien erhielt Bundeskanzlerin Merkel einen Bericht des BND zu Bulgarien und Rumänien.

Der BND-Bericht datiert vom 12.10. 2010. Ein Teil ist der organisierten Kriminalität in Bulgarien und Rumänien im Vorfeld des Schengenbeitritts gewidmet.

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Die Generalstaatsanwaltschaft in Bulgarien war bis 2006 "eine Art terroristischer Organisation".

Bulgarian Chief Prosecutor, Boris Velchev, has painted an apocalyptic picture of the state of the prosecution services in the country at a meeting with American Ambassador, John Beyrle, held soon after Velchev’s election to the post. This has been revealed in a cable written by Beyrle, dated February 7, 2006, and leaked by Wikileaks [06SOFIA198]. Die bulgarische Webseite: www. Bivol.bg hat die US-Depesche aus Sofia heute veröffentlicht.

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